Kyudo

Die Kunst des japanischen Bogenschießens

Kyudo ist eine der klassischen Kampfkünste, die sich aus den Waffentechniken der Samurai entwickelt hat. Geübt wird mit einem japanischen Langbogen.

In acht genau festgelegten Bewegungsphasen (Hassetsu) werden Haltung, Körperspannung und Bewegungsablauf miteinander verbunden. Diese Abläufe zu beherrschen und zu verfeinern ist das Ziel des Übens. Objektives Kriterium dafür ist das Treffen durch eine korrekte Schießtechnik. Wettkämpfe und Graduierungen dienen dabei der Überprüfung des erreichten Niveaus.

Für Interessierte bietet sich die Möglichkeit, immer mittwochs von 19-21 Uhr das Training anzuschauen (nicht zu verwechseln mit dem klassischen Schnuppertraining; Interessierte verfolgen das Training passiv) und sich vor Ort zu informieren. Unsere Lehrenden empfehlen Ihnen bei Interesse, die Kunst des Kyudos kennenzulernen, entsprechende Einstiegsangebote.

Ort und Trainingszeiten
WochentagZeitOrt
Montag19:00 – 21:00PTSV Aachen, Tai Shin Kan
Dienstag (Taihai-Training, jeder 3. Dienstag im Monat)19:00 – 21:00PTSV Aachen, Tai Shin Kan
Mittwoch19:00 – 21:00PTSV Aachen, Tai Shin Kan
Freitag19:30 – 21:45PTSV Aachen, Tai Shin Kan
Sonntag11:00 – 13:00 PTSV Aachen, Tai Shin Kan
Beitrag
Monatlicher BeitragEinmalige Gebühr
Jugend25,00 €13,50 €
Erwachsene35,00 €17,00 €
Hintergründe

Kyudo ist eine der klassischen Kampfkünste, die sich aus den Waffentechniken der Samurai entwickelt hat. Mit der Einführung der Feuerwaffen in der Mitte des 16. Jahrhundert verlor der Bogen seine militärische Bedeutung. Er gehörte jedoch nach wie vor zur Grundausstattung des Samurai. Die technischen Fähigkeiten und psychologischen Einsichten, die über Jahrhunderte in Übungs- und Kampfsituationen gewonnen wurden, blieben erhalten. Das Bogenschießen: eine existentielle Übung – der „Weg des Bogens“ (Kyu = Bogen, Do = Weg). Obwohl aufgrund verschiedener geistiger Strömungen und historischer Brüche viele Traditionen verloren gingen, konnten doch einige Kyudo-Schulen ihre jahrhundertealte Schießtechnik bis heute überliefern.

Geübt wird mit einem japanischen Langbogen, der ca. 2,20 m lang und traditionell aus Bambus und Holz gefertigt ist. Statt der äußeren Bambusschichten wird heute häufig Glas- oder Karbonfaser verwendet. Auffälligstes Merkmal ist seine asymmetrische Form: 1/3 unter und 2/3 über dem Griff. Sie erfordert  eine spezielle Schießtechnik. Besondere Bewegungsformen für Prüfungen, Wettkämpfe und Zeremonien in traditioneller japanischen Kleidung sind feste Bestandteile der Kyudoübungen.

In acht genau festgelegten Bewegungsphasen (Hassetsu) werden Haltung,  Körperspannung und Bewegungsablauf miteinander verbunden. Diese Abläufe zu beherrschen und zu verfeinern ist das Ziel des Übens. Objektives Kriterium dafür ist das Treffen durch eine korrekte Schießtechnik. Wettkämpfe und Graduierungen dienen dabei der Überprüfung des erreichten Niveaus. Da jeder Schuss auch ein Spiegelbild des eigenen Könnens sowie der geistigen und körperlichen Verfassung darstellt, erhalten Übende so unmittelbar eine konkrete Rückmeldung mit der Möglichkeit zur Selbstreflektion. Im Laufe der Zeit lernt der Kyudoka mit Ausdauer und innerer Ruhe aufmerksamer und konzentrierter zu üben. Mit den eigenen Fortschritten auf dem Weg des Bogens wächst auch die Freude an der Kunst des Bogenschießens. Sie findet ihren sichtbaren Ausdruck in der ästhetischen Ausstrahlung der geübten Formen und einem entsprechenden Trefferergebnis.

Trainiert wird unter der Anleitung eines Begründers des deutschen Kyudo: Prof. Dr.-Ing. Manfred Speidel, 5. Dan. Er war Schüler von Prof. Genshiro Inagaki, 9. Dan Hanshi, der die Technik der Heki-Ryu-Insai-Ha vor fast 40 Jahren in Deutschland bekannt gemacht hat.

Impressionen

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