von Steffi Jansen

DATEV Challenge Roth – einer der weltweit schönsten Triathlonveranstaltungen

Sonntag, 07.07.2019 – für zwei PTSV Triathleten ein ganz besonderer und unvergesslicher Tag! Neben der Weltmeisterschaft auf Hawaii ist das Rennen in Roth ebenfalls ein großes Ziel für die meisten Triathleten. Zurecht! Die Atmosphäre im kleinen Örtchen in Bayern, 22km südlich von Nürnberg gelegen, ist in der Tat atemberaubend und jeder „echte“ Triathlet muss diese einmal erlebt haben.

Dennoch ist eine Teilnahme an der Langdistanz immer mit sehr viel Disziplin, Entbehrung, Zeitaufwand und Wille verbunden. Der Athlet arbeitet viele Monate darauf hin, um am Tag X möglichst optimal vorbereitet zu sein und nach Möglichkeit seinen perfekten Tag zu erwischen. Doch dieser lange Weg verläuft nicht immer ideal. Katja Backhaus musste aus gesundheitlichen Gründen in letzter Zeit stark zurückschrauben und stellte ihre Teilnahme bis kurz vor Start in Frage. Hami Sultan ist beruflich oft so eingebunden, dass er sein Trainingspensum immer wieder völlig neu anpassen und sehr flexibel sein muss. Wie alle Athleten mussten auch sie beide immer den akzeptabelsten Kompromiss zwischen Familie und Training suchen, was nicht immer leicht ist.

Aber am vergangenen Sonntag war es soweit. Mit einer ordentlichen Portion Nervosität und Respekt standen beide morgens im Startblock vor dem Main-Donau-Kanal. Ein langer Tag begann: 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und am Ende einen Marathon über 42km laufen. Die unterschiedlichen Startblöcke werden jedes Jahr mit einschlagenden Kanonenschüssen auf die Strecke gebracht. Die Brücke nahe des Start- und Zielbereichs dicht gefüllt mit einer Masse von mitfiebernden Zuschauern. Während die Agegrouper sich noch durchs Wasser prügeln, zischen die Profis bereits mit dem Rad über die Brücke. Oft begleitet von passender Musik wie von ACDC „hells bells“. Gänsehautfeeling pur! Auch auf der Radstrecke gibt es verschiedene Stimmungsnester. Die bekannteste Stelle ist der Solarar Berg, an dem die Athleten fast vom Publikum hochgetragen werden. Die zwei Radrunden haben 1200 Höhenmeter. Der darauffolgende Marathon hat nochmal 160 Höhenmeter. Am Ende steht ein fantastischer Stadioneinlauf, in dem jeder einzelne Athlet gebührend als Held gefeiert wird. Ein Moment, den man sicherlich nie mehr vergessen wird. So erging es auch Katja und Hami. Beide absolvierten ein super Rennen, kamen gesund ins Ziel und konnten nach ihrem Finish kaum fassen, was sie geleistet hatten. Großen Respekt, herzlichen Glückwunsch und eine schnelle Regeneration!

Hier die Ergebnisse:

Katja Backhaus

1:21:06                 5:53:37                 4:17:28                 Finish: 11:39:19, Platz 160w

Hami Sultan

1:20:28                 5:39:46                 4:01:34                 Finish: 11:08:45, Platz 1222m

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