von Malte Negendank

Das Schießen in den Zeiten der Pandemie

99 Pfeile 2020

Nein, dieses Jahr ist nicht wie andere Jahre, aber, was möglich ist, sollte man machen, wie es möglich ist. Der Tag des PTSV musste zwar ausfallen, aber die Abteilung Kyudo richtete am 5. September dennoch ihren 99-Pfeile-Mannschaftswettkampf aus. Die Rahmenbedingungen hätten sechs Mannschaften erlaubt. Verletzungspech führte dazu, dass es letztlich nur fünf waren: eine aus dem Kyudojo Niederrhein (Mönchengladbach) und je zwei aus dem Düsseldojo (Düsseldorf) und Aachen. Die notwendigen Hygienemaßnahmen führten zu Lösungen, die eher unkonventionell waren, wie das Angrüßen mit Abstand, die aber den Teilnehmern nicht den Spaß verderben konnten.

Die Speedies aus Aachen traten als Titel­verteidiger an. Geschossen wurden in acht Runden von jedem Schützen vier und in der neunten Runde noch ein Pfeil, so dass jede Mannschaft auf 99 Pfeile kam. Nach den ersten vier Runden gönnten sich die Schützen eine Pause, die genutzt wurde, um sich dem geselligen Austausch unter Beachtung von Social Distancing zu widmen. Denn neben dem Wettkampf bildet auch die Gemeinschafts­erfahrung mit den Schützen aus anderen Vereinen immer einen wichtigen Aspekt dieses Tages. Die Spannung kam dabei keineswegs zu kurz, denn nach der sechsten Runde lagen Speedies, JoChryWo (Aachen) und Kyudojo Niederrhein mit 33, 32 und 31 Treffern eng beieinander. Am Ende siegten die Speedies erneut mit 49 Treffern. Platz zwei belegte JoChryWo (43 Treffer) und der dritte gehörte dem Kyudojo Niederrhein (42 Treffer). Aber alle Schützen konnten zufrieden lächeln als es zum coronakonformen Abschlussfoto auf den Rasen ging.

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