von David Augenstein

Volleyball | Herren 2 vs. SV Blau-Weiß Aasee - Nachbericht

Die zweite Mannschaft des PTSV gewinnt knapp 3:2 in Aasee

Das Spiel der Aachener war einer leistungsmäßigen Achterbahnfahrt gleich. Während in den gewonnen Sätzen der Kaiserstädter ein spannendes Spiel zu sehen war, zeigten die verlorenen zwei Durchgänge deutliche Schwächephasen, die von Eigenfehlern und mangelnder Motivation geprägt waren. Trotz allem konnte sich das Team immer wieder zurückkämpfen und das Spiel im Tie-Break 3:2 (+21, -16, +23, -14, +14) gewinnen.

Das Team des PTSV hat sich mit seinem 12er-Kader auf die über 200 km lange Fahrt in Richtung Münster gemacht. Routinier und Kapitän Robin Müller musste verletzungsbedingt daheim bleiben. Jedoch zeigte die Mannschaft aus Aachen bereits in vergangenen Spielen, dass das Team auf einem sehr ausgeglichenen Level spielt und deshalb ohne große Einbußen auf allen Positionen wechseln kann.

Der Beginn von Satz eins gestaltete sich sehr ausgeglichen. Beide Teams überzeugten durch ihr souveränes Sideout, das mit Hilfe einer guten Annahme auf beiden Seiten möglich war. Doch wie schon in vergangenen Spielen dieser Saison, schlichen sich beim PTSV kleine Fehler ein, was Aasee nutzte, um sich abzusetzen (7:9). Dabei waren die Kaiserstädter zu inkonsequent in der Nutzung der Angriffschancen, was der Abwehr der Münsteraner das Leben zu einfach machte. Viele Aufschlagfehler und insgesamt zu wenig Druck im Aufschlag boten bis zum 16:18 keine Möglichkeiten den Satz zu drehen. Doch eine 5-Punkte-Serie durch Niklas Rademacher, unterstützt durch gute Blocks von Tobias Langemeyer und Martin Lenzen, brachte die Wende. Die Gastgeber ließen nun zu viele Eigenfehler in deren Angriffen zu, sodass die 23:20 Führung zum 25:21 in den ersten Satzsieg für Aachen umgewandelt wurde. Der euphorische Moment, den Satz gedreht zu haben, brachte Schwung in das Team der Aachener und verunsicherte die Heimmannschaft. In Satz zwei spielte sich die Anfangsphase auf Augenhöhe ab und bis zum 12:13 aus Aachener Sicht war alles offen. Aber dann erhöhte Aasee den Druck im Aufschlag, was die Gäste aus dem Rheinland aus dem Konzept brachte. 4 Punkte (12:17) wurden durch schlechte Annahmen und den daraus resultierenden Angriffen unüberlegt abgeschenkt. Aus schweren Situationen auf Seiten der Aachener wurde kein druckvoller Angriff mehr generiert, was die Gastgeber gnadenlos ausnutzten und mit 16:25 deutlich zum 1:1-Satzausgleich nutzten. Dieser Dämpfer veranlasste Rademacher seine Schützlinge wieder wach zu rütteln und sich jeweils auf die eigene Leistung zu fokussieren. Und das gelang den Gästen. Die Aufschläge wurden individuell druckvoll auf den Annahmeriegel des SV Blau-Weiß Aasee gebracht, um das Spiel über den Mittelangriff auszuschalten. Solide Blocks und gute Abwehraktionen wurden besonders über den Aachener Mittelangriff zu einem kleinen Polster von 11:8 umgesetzt. Erst beim 24:23 wurde es kurzzeitig kniffelig für die Mannschaft des PTSV, doch durch einen unnötigen Absprachefehler im Heimteam fiel der Ball unberührt zu Boden und besiegelte den Satz mit 25:23. Der Punkt war sicher, aber die Aachener strebten nach der vollen Ausbeute. Das blieb jedoch nur ein Wunsch, denn diesmal deklassierten die Münsteraner das Team aus Aachen. Während Aasee wieder den Druck erhöhte mangelte es den Kaiserstädtern in jedem Element. Besonders der Angriffsdruck brachte keine ernstzunehmende Gefahr für den Gastgeber, dem in Block und Angriff nun alles gelang. Auch die Wechsel der Gastmannschaft fruchteten nicht sodass der Zwischenstand von 8:16 in ein deutliches 14:25 mündete. Zum fünften Mal aus neun Spielen musste das Tie-Break das Spiel der PTSVler entscheiden. Die frühe Führung von 4:2 seitens der Gäste schmolz schnell wieder dahin. Es fehlte im Angriff und in der Abwehr die erforderliche Konzentration, sodass Aasee auf 5:8 beim Seitenwechsel davonziehen konnte. Doch die Aachener gaben sich nicht auf und kämpften sich mit jeweils einem Break aus drei Aufschlägern zum 12:12 heran. Die Gäste waren wieder im Spiel und zeigten mit positiver Haltung, was im Angriff und der starken Feldabwehr möglich war. Ein zu dicht zugespielter Ball endete abschließend im Aachener Block und machte den 3:2-Sieg (16:14) der Aachener sicher.

Trotz der sehr schwachen Phasen in Satz zwei und vier, kann eine positive Bilanz gezogen werden. Die PTSVler haben sich aus schwierigen Situationen wieder befreien können und in den entscheidenden Situationen ihr Potenzial auf das Parkett gebracht. Die Konstanz soll aber, besonders in den Paradedisziplinen Aufschlag und Abwehr, in den folgenden Trainingseinheiten thematisiert und wiederhergestellt werden. Im letzten Spiel dieses Jahres ist der Tabellenführer Brühler TV zu Gast (So., 16.12.18, Sporthalle Sandkaulstraße), gegen den befreit aufgespielt werden kann. Vielleicht gelingt die große Weihnachtsüberraschung.

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